Wofür ich stehe
Kommunalpolitik kann nicht jedes Problem der Welt lösen – aber sie kann immer konkrete Lösungen vor Ort anbieten. Für mich zählen dabei vor allem Verlässlichkeit, Kompromissfähigkeit und langfristiges Denken. Politik darf nicht nur auf die nächste Wahl schielen, sondern muss Verantwortung für kommende Generationen übernehmen.
Natur, Klima und Umwelt
Ich setze mich mit voller Überzeugung für Klimaschutz, Hitzeschutz und mehr Grün in unserem Ort ein. Gerade ältere Menschen, Kinder und Menschen ohne eigenen Garten leiden besonders unter Hitze. Deshalb bedauere ich sehr, dass ein früherer Antrag zum Hitzeschutz – etwa mit gezielten Maßnahmen für ältere Menschen – keine Mehrheit gefunden hat.
Ich will:
- mehr Bäume, Schattenplätze und Sitzbänke – zum Beispiel in Form von „Bank-und-Baum“-Routen,
- Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum,
- Entsiegelung von Flächen,
- Beratung für naturnahe Gärten statt Schotterwüsten,
- Renaturierung von Bächen, möglichst schonend und mit wenig schweren Maschinen.
Außerdem halte ich einen Umwelt- und Klimabeirat sowie einen Klimaschutzmanager im Rathaus für sehr sinnvoll.
Photovoltaik und Energie
Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden gehört für mich zur Daseinsvorsorge. Öffentliche Dächer sollen genutzt werden, um langfristig günstigen, sauberen Strom zu erzeugen. Eine Solarpflicht für Neubauten halte ich nicht für zwingend nötig – fast alle bauen heute ohnehin mit PV. Viel wichtiger ist mir eine gute Beratung für Bürgerinnen und Bürger durch die Gemeinde.
Auch Freiflächen-PV, etwa entlang der Bahnlinie, kann ein sinnvoller Baustein sein.
Verkehr und Mobilität
Das Radverkehrskonzept von 2019 ist größtenteils umgesetzt, aber einige schwierige Punkte bleiben. Mir sind besonders wichtig:
- bessere Radverbindungen in die Nachbarorte,
- sichere Ampelschaltungen mit getrennten Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer,
- Tempo 30 überall dort, wo es rechtlich möglich ist.
Man kann Menschen nicht zwingen, Rad zu fahren – man muss es attraktiv, sicher und bequem machen.
Ortsentwicklung
Große Parkplatzflächen im Ortszentrum, etwa beim Freizeitheim, halte ich für einen Fehler. Parken sollte gebündelt werden – zum Beispiel mehrstöckig – damit wertvolle Flächen für öffentliche Nutzung frei werden. Gleichzeitig setze ich mich für mehr öffentliche Ladesäulen ein, damit auch Menschen ohne eigene Garage ein E-Auto nutzen können.
Böhmerweiher und Naturflächen
Die aktuellen Planungen finde ich deutlich besser als frühere, weil die Eingriffe reduziert wurden. Ich will dort möglichst wenige Parkplätze, vor allem keine für normale Autofahrten. Gleichzeitig gilt für mich: Wenn man jahrelang verhandelt hat, muss man ein verlässlicher Partner bleiben und Kompromisse auch mittragen.
Demokratie und Beteiligung
Mir ist wichtig, dass viele Menschen wählen gehen. Eine hohe Wahlbeteiligung und ein handlungsfähiger neuer Gemeinderat sind entscheidend für die Zukunft unseres Ortes.
Gartenstadt bewahren – bezahlbar wohnen
Zwischen Gartenstadtcharakter und Wohnraumbedarf gibt es Spannungen. Für mich ist klar: Natur, Bäume und Grünflächen müssen erhalten bleiben. Große Versiegelungen lehne ich ab. Eingriffe ins Ortsbild sollen so gering wie möglich sein.
Nachverdichtung und grüne Infrastruktur
Ich setze stark auf grüne Infrastruktur: Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung, Blühwiesen, naturnahe Flächen. Die Entsiegelungsprämie ist ein wichtiger Schritt. Unsere Bäche sollen renaturiert und möglichst naturnah gepflegt werden.
Schottergärten
Schottergärten sind eigentlich nicht zulässig, aber schwer zu kontrollieren. Deshalb setze ich vor allem auf Beratung. Ich wollte Mittel für eine naturnahe Gartenberatung bereitstellen, damit Menschen frühzeitig gute Alternativen kennenlernen.
Klimaneutralität bis 2035
Ich unterstütze klare Schritte Richtung Klimaneutralität:
- Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden,
- energetische Sanierung bei allen Baumaßnahmen,
- mehr Beratung für Bürger,
- ein Klimaschutzmanager im Rathaus,
- ein Umwelt- und Klimabeirat,
- Maßnahmen zu Hitzeschutz, Trinkbrunnen und Schattenplätzen.
Energetische Sanierung
Meine Linie ist klar: Wenn saniert wird, dann energetisch – und mit Photovoltaik. Öffentliche Gebäude sollen Vorbild sein und langfristig günstigen Strom liefern. Beratung für Bürger will ich über Partner wie KommEnergie ausbauen.
Verkehrsberuhigte Ortsmitte
Ich unterstütze eine ruhigere und sicherere Verkehrsführung:
- getrennte Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer,
- mehr Tempo-30-Zonen, wo möglich.
Ich bin offen für neue Lösungen, aber gegen unüberlegte Schnellschüsse.
Radwege in die Nachbarorte
Die Verbindungen in die Nachbargemeinden – etwa Richtung Olching – sind oft schlecht. Sie müssen besser und sicherer werden.
Parkraummanagement
Große Parkplatzflächen im Zentrum lehne ich ab. Parken soll gebündelt werden, damit Flächen für Menschen, Begegnung und Aufenthalt frei werden.
Elektromobilität
Mehr öffentliche Ladesäulen sind nötig, etwa bei Schulen, Friedhof oder Freizeitheim – damit E-Mobilität nicht nur für Menschen mit eigener Garage möglich ist.
Verkehrssicherheit für alle
Verkehrspolitik ist für mich auch Sozialpolitik:
- Schutz vor Hitze für Menschen ohne Garten,
- Sitzbänke im Schatten,
- Trinkbrunnen,
- sichere Ampelschaltungen,
- Tempo 30,
- Spiel- und Aufenthaltsflächen mit Wasserangeboten.
Baumschutz
Große, alte Bäume sind unbezahlbar: Sie kühlen den Ort, verbessern das Klima und sind Lebensraum. Ich will die Baumschutzverordnung ernst nehmen, weiterentwickeln und mit Beratung verbinden. Wenn Bäume gefällt werden müssen, sollen Stümpfe möglichst stehen bleiben – als Lebensraum für Tiere und Insekten.
Mein Gesamtbild
Ich stehe für eine ökologische, soziale und vorsichtig entwickelte Gemeinde: mit starkem Fokus auf Klimaschutz, Bäume und Grünflächen, energetische Sanierung, Photovoltaik, Entsiegelung und Beratung statt Zwang. Meine Politik ist pragmatisch, kompromissbereit und darauf ausgerichtet, Gröbenzell langfristig lebenswert zu erhalten.
